FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Helmholtz-Preis 2016

Darf ich mich für den Preis selber bewerben oder muss ich vorgeschlagen werden?
Beides ist möglich. Auf die Bewertung der Arbeit hat das keinen Einfluss. In den letzten Jahren waren Selbstbewerbungen deutlich häufiger als Fremdvorschläge.
Gibt es thematische Einschränkungen für die eingereichte Arbeit?
Es geht um Präzisionsmessungen in Physik, Chemie und Medizin. Die Arbeit sollte aus einem oder mehreren dieser Bereiche kommen. Und es sollte erkennbar sein, dass die Bewerber eigene wissenschaftliche oder technologische Beiträge geleistet haben, um das Ergebnis zu erzielen.
Warum gibt es zwei Kategorien? Worauf muss ich mich bewerben?
Die beiden Kategorien Grundlagenforschung und angewandte Messtechnik sollen für eine bessere Vergleichbarkeit innerhalb dieser Bereiche sorgen. In den letzten Jahren sind aus beiden Bereichen viele sehr gute Arbeiten eingereicht worden. Die Zuordnung der eingereichten Beiträge erfolgt durch die Jury. Sie können aber als Bewerber eine bevorzugte Kategorie angeben.
Meine Arbeit hat nichts mit dem Thema des Helmholtz-Symposiums 2016 zu tun. Kann ich mich trotzdem bewerben?
Auf jeden Fall. Das Thema des Symposiums hat überhaupt keinen Einfluss auf den Auswahlprozess durch das Gutachterkollegium. Es wäre reiner Zufall, wenn die mit dem Helmholtz-Preis ausgezeichnete Arbeit zum Thema des Helmholtz-Symposiums passen würde.
Wie setzt sich die Jury zusammen?
Die Arbeiten werden von anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den für den Helmholtz-Preis relevanten Fachgebieten Physik, Chemie und Medizin beurteilt. In diesem Jahr sind das:
Prof. Dr. Cornelia Denz, Universität Münster
Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Frank-Michael Matysik, Universität Regensburg
Prof. Dr. Rainer Tutsch, Technische Universität Braunschweig
Prof. Dr. Margit Zacharias, Universität Freiburg
Prof. Dr. Thomas Fröhlich, Technische Universität Ilmenau
Prof. Dr. Klaus Blaum, Max-Planck-Institut Heidelberg
Sollte die Arbeit schon in einer Fachzeitschrift veröffentlicht sein?
Nein, das ist nicht erforderlich. Reichen Sie aber eine bereits veröffentlichte Arbeit ein, sollte das Publikationsdatum nicht länger als zwei Jahre zurückliegen, denn der Helmholtz-Preis wird für „kürzlich“ abgeschlossene Arbeiten vergeben.
Kann ich eine Originalveröffentlichung einreichen oder soll ich ein spezifisches Manuskript für die Bewerbung schreiben?
Beides ist möglich. Eine Originalveröffentlichung sollte allerdings so geschrieben sein, dass auch Fachfremde die Bedeutung und den wissenschaftlichen Fortschritt der Arbeit erkennen können. Schließlich sind in der Jury in der Regel keine ausgewiesenen Experten Ihres spezifischen Fachgebiets vertreten. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, ein eigenes Manuskript zu erstellen.
Kann ich eine Sammlung meiner Originalveröffentlichungen der letzten Zeit einreichen?
Nein. Wenn sich die potenziell preiswürdige Erkenntnisse nur aus einer Kombination mehrerer Einzelveröffentlichungen ergeben, müssen Sie Ihre Arbeit in einem eigenen Manuskript präsentieren.
Wie lang soll beziehungsweise darf die Arbeit sein?
Dazu gibt es keine detaillierten Vorgaben. Es gelten die üblichen Gepflogenheiten für wissenschaftliche Manuskripte.
In welcher Sprache muss das Manuskript verfasst sein?
Auf Deutsch oder Englisch. In jedem Fall sind ein deutscher Titel und eine deutsche Zusammenfassung erforderlich.
Kann auch mehr als eine Person ausgezeichnet werden?
Ja. Der wissenschaftliche oder messtechnische Beitrag jedes Bewerbers muss allerdings klar erkennbar sein. Personen, die vor allem als Sprecher einer Kollaboration fungieren, haben keine Chance auf eine Auszeichnung.
Ist es möglich, dass sich nur ein Teil des Autorenteams einer Publikation bewirbt?
Ja, Sie sollten aber bei Ihrer Bewerbung nachvollziehbar erklären können, warum sich nicht alle Autoren beworben haben und nur dieser Teil des Autorenteams wesentliche Beiträge geleistet hat.
Meine Arbeit ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe ein tolles Zwischenergebnis. Habe ich damit Chancen auf den Helmholtz-Preis?
Ja, wenn Sie mit Ihrer Arbeit eine wissenschaftlich oder technologisch interessante Frage auf dem Gebiet der Präzisionsmessungen in sich geschlossen beantwortet haben. Zwar zeichnet der Helmholtz-Preis der Ausschreibung zufolge eine „abgeschlossene Arbeit“ aus. Doch was das genau bedeutet, ist auch eine Interpretationsfrage. Manche Experimente enden nie, weil sich mit der Beantwortung der aktuellen gleich wieder neue Fragen stellen. Mit folgendem Stand der Dinge sollten Sie sich aber nicht bewerben: „Der Aufbau der Apparatur ist abgeschlossen, und wir können jetzt anfangen zu messen.“ In diesem Fall sollten Sie es erst versuchen, wenn wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen.
Wann erfahre ich, ob meine Bewerbung Erfolg hatte?
Die Preisträger werden unmittelbar im Anschluss an die Jurysitzung schriftlich benachrichtigt, voraussichtlich Anfang bis Mitte April 2016.
Wie läuft die Preisverleihung ab? Ist sie öffentlich?
Die Preisverleihung findet im Rahmen des internationalen Helmholtz-Symposiums am 22.06.2016 in der PTB Braunschweig statt. Das Symposium bietet ein vielfältiges Vortragsprogramm. Der Helmholtz-Preis wird am späten Nachmittag übergeben. Dann kommen auch die Preisträger zu Wort und können ihre Arbeiten präsentieren. Die gesamte Veranstaltung ist öffentlich.